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Verzeihen - Die 7 Stufen zur Vergebung
Mit e. Vorwort des Dalai-Lama
Artikel-Nr.:12058076
ISBN:978-344217063-0
Erschienen:02/2010
Aus der ReiheGoldmann Taschenbücher
Band:Bd.17063
Erschienen beiGoldmann
Abmessungen:183x125mm
Gewicht:302g
Seitenanzahl:319
Rezension
"Wenn wir zornig sind, berauben wir uns der Dinge, aus denen Glück besteht." Dalai -Lama
Exzerpt
Vorwort von Seiner Heiligkeit, dem Dalai -Lama
Im Laufe unseres Lebens treffen wir viele falsche Entscheidungen, die uns und anderen schaden. Das tun wir aus Unwissenheit. Wir glauben, dass ein bestimmtes Verhalten uns glücklich machen wird, doch tatsächlich bringt es uns Leid. Selbstgerechter Zorn und das Verlangen nach Rache können uns manchmal dazu verleiten, anderen Schaden zuzufügen, weil wir irrtümlicherweise meinen, das würde uns helfen. Tatsächlich verursacht es aber nicht nur den Opfern unserer Taten Leid, sondern auch uns selbst. Auch wenn wir uns völlig im Recht fühlen, stört das, was wir anderen im Namen der Rache antun, unseren Seelenfrieden und schafft die Voraussetzungen für eigenes Leid.
Menschen brauchen Gemeinschaft und sind in vielerlei Hinsicht aufeinander angewiesen. In der menschlichen Gesellschaft brauchen wir daher einen moralischen Verhaltenskodex, um in Frieden und Harmonie zusammenleben zu können. Opfer mögen das seelische Bedürfnis verspüren, Gerechtigkeit zu erlangen, doch wenn einem anderen Menschen Schmerz zugefügt wird, vergrößert das nur das Leid,
nicht aber das Glückspotenzial aller Beteiligten. Statt des Verlangens nach Rache sollte die Bereitschaft zu vergeben gefördert und entwickelt werden.
Wenn wir wirklich aus Sorge um das Wohl anderer handeln, werden wir erkennen, welche Wirkung unsere Taten auf andere haben können, und uns entsprechend verhalten. Wenn wir zornig werden, hören wir auf, mitfühlend, liebevoll, großzügig, nachsichtig, tolerant und geduldig zu sein. Wir berauben uns der Dinge, aus denen Glück besteht. Zorn raubt uns nicht nur unsere Kritikfähigkeit, er führt auch oft zu blindem Hass, Boshaftigkeit und Groll. Diese Regungen sind immer negativ, weil sie eine direkte Ursache des Leids anderer Menschen sind.
Wenn es uns dagegen gelingt, Zorn und Hass zu überwinden, wenn wir unseren Verstand benutzen und versuchen, die Situation in einem größeren Zusammenhang zu sehen und aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, dann sind Geduld und Toleranz das Ergebnis, und das Vergeben fällt uns leicht.
Auch wenn wir in der Vergangenheit vielleicht eine tiefe Verletzung erfahren haben, können wir nun unseren Zorn und Groll überwinden. Wir erkennen, dass die Vergangenheit vergangen ist, dass es keinen Sinn hat, weiter Zorn und Hass zu empfinden. Denn solche negativen Gefühle verändern die Situation nicht, sondern versetzen nur unseren Geist in Aufruhr und lassen uns weiterhin unglücklich sein. Es ist nicht falsch, sich an das Geschehene zu erinnern, aber wenn wir Vergebungsbereitschaft entwickeln, können wir die negativen Gefühle überwinden, die mit dem Ereignis verbunden sind. Deshalb hat die Autorin dieses Buches, Eileen R. Borris-Dunchunstang, Verzeihen als die größte Freiheit bezeichnet. Beim Vergeben geht es nicht darum, ein Unrecht geschehen zu lassen. Es geht vielmehr um die Befreiung des Opfers. Wenn man vergeben kann, muss man sich nicht länger Gedanken darüber machen, was einem von wem angetan wurde und wie man ihn dafür büßen lassen wird. Man wird frei von dieser ganzen Last.
Ich hoffe und bete, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Verzeihen, das Thema dieses Buchs, nicht nur im Privatleben des Einzelnen wichtig ist, sondern auch im öffentlichen Leben und auf der Ebene internationaler Beziehungen. Es ist schlicht kurzsichtig, zu glauben, dass Mitgefühl für andere Menschen nur etwas Privates ist. Mitgefühl und die Vergebung und Toleranz, die daraus erwachsen, brauchen wir in allen Lebensbereichen. Als Quelle inneren und äußeren Friedens sind diese Tugenden für das weitere Überleben der Menschheit von entscheidender Bedeutung. Einerseits bedeuten sie praktizierte Gewaltlosigkeit, andererseits verleihen sie unserem Leben Sinn und befähigen uns, wirklich konstruktiv zu sein.
Der Dalai-Lama 5. März 2005
Einleitung
Warum sollten wir vergeben?
"Der Sinn des Lebens muss positiv sein. Wir wurden nicht geboren, um Leid zu
Beschreibung
Vergeben befreit!
Den Schmerz bewältigen, verzeihen können und damit inneren Frieden finden: Die positive Energie des Vergebens ist in unserer Kultur leider eine zu Unrecht unterschätzte Stärke. Dieses 7-Schritte-Programm öffnet den Weg zur verborgenen Kraft des Verzeihens, die nicht nur den Umgang mit anderen Menschen erleichtert, sondern vor allem für uns selbst heilsam ist.





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