Kategorie:
Everybody's Darling, everybody's Depp
Tappen Sie nicht in die Harmoniefalle!
Artikel-Nr.:11046694
ISBN:978-359337772-8
Erschienen:2005
Erschienen beiCampus Verlag
Gewicht:310g
Seitenanzahl:216
m. Illustr. v. Wolfgang Buechs.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1Einleitung 7
2Harmoniesucht: Was ist das eigentlich?12
Harmonie und Disharmonie: darum geht's 12
Angriff und Flucht: das passiert14
Erziehung und Prägung: daher kommt's17
Monika und Maja: ein Fall(en)beispiel26
3Praxisteil: Raus aus der Harmoniefalle!38
Test mit intimen Fragen: Sitzen Sie drin?39
Testergebnis43
Die vier Ws: eine ehrliche Selbstanalyse45
4Wissen, was man will: Definieren Sie Ihre Ziele!47
Vier-Schritte-Programm für die Zukunft49
Ein neues Leben vor dem inneren Auge entwerfen50
Einen gedanklichen Grundstock für die Zukunft legen54
Eine persönliche Vision entwickeln57
5Wissen, was man fühlt: Hören Sie auf Ihre Gefühle!59
Die ganze Palette der Empfindungen59
Das explosive Gefühlsgemisch65
Das Gefühlstagebuch68
Das Gefühlskarussell stoppen72
6Wissen, was man kann: Erkennen Sie Ihre Vorzüge!79
Stärken-Schwächen-Bilanz80
Wie man seine Stärken stärkt91
Wie man seine Schwächen schwächt94
7Wissen, wie es geht: Trainieren Sie Ihre innere Stärke!100
Konditionstraining und Handlungsstrategien 103
Körpersprache und selbstsicheres Auftreten106
Klartext reden und eigene Vorstellungen einfordern111
8Grenzen setzen: Die hohe Schule des Neinsagens126
Selbstanalyse der inneren Saboteure126
Die Prinzipien des Neinsagens143
9
Harmonie und Konflikte: Private und professionelle
Beziehungen im Kreuzfeuer148
Kleine Streitschule150
Kritik und Gefühle konstruktiv ansprechen154
Umgang mit destruktiver Kritik156
Krisenmanagement - wenn's richtig kracht162
10
Kampf den Bestien: Die endgültige Befreiung
aus der Harmoniefalle172
Das blökende Schaf oder: Nein zu Manipulation!174
Der schnaubende Stier oder: Nein zu Aggression!177
Der ängstliche Hase oder: Nein zur Mitleidsmasche!187
Der schlaue Fuchs oder: Nein zur Gehirnwäsche!200
11Geschafft: Somebody's Darling, nobody's Depp211
Register213
Annotation
Harmonie ist nicht alles!
Gerade Frauen neigen dazu, allzu schnell nachzugeben und stets den Ausgleich zu suchen, damit es nur ja keinen Streit gibt. Aber anstatt sich damit besonders beliebt zu machen oder harmonischere Beziehungen zu erleben, lässt man sich auf diese Weise oft unterbuttern und verleugnet die eigenen Wünsche und Bedürfnisse.
Exzerpt
Einleitung
Es war einmal vor langer Zeit, da waren die Machtverhältnisse in Paarbeziehungen noch klar definiert, und Emanzipation war nichts weiter als ein Fremdwort. Dazu sei ein Artikel aus der britischen Zeitschrift Housekeeping Monthly, Ausgabe vom 13. Mai 1955, zitiert:
"Anleitung für die gute Ehefrau
oHören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
oDer Abend gehört ihm. [ ] Versuchen Sie, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen.
oSorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.
oBegrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.
oBeklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat. [ ]
oDenken Sie daran: Er ist der Hausherr, und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn infrage zu stellen.
oEine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist."
Mittlerweile ist gut ein halbes Jahrhundert vergangen, seit diese wohl gemeinten Ratschläge für die perfekte Ehefrau veröffentlicht wurden. Und doch scheint es so, als hätte die moderne, selbstbewusste und gleichberechtigte Frau des 21. Jahrhunderts etliche dieser Verhaltensregeln noch immer verinnerlicht. Geduldig lauscht sie den Ausführungen ihres Partners und stellt das eigene Redebedürfnis zurück. Lieber beißt sie sich auf die Zunge, als in einer Diskussion standhaft ihre Meinung zu vertreten und zu riskieren, dass das Gespräch in einen Streit ausartet. Innerlich tobend räumt sie stillschweigend zum tausendsten Mal die schmutzige Wäsche hinter dem Lebensgefährten her. Ihn zu stark zu beanspruchen, hieße, den Haussegen in eine unerwünschte Schieflage bringen.
In der U-Bahn toleriert sie, dass der Sitznachbar mit der Bierfahne seinen Schenkel unangemessen eng an sie drückt. Sie schluckt es herunter, dass der Chef die Gehaltserhöhung einem unerfahrenen männlichen Mitarbeiter zuspricht, obwohl längst sie an der Reihe wäre. Und sie beschwert sich nicht, wenn der Nachbar nachts wieder einmal lautstark Punkmusik hört. Auch ihren Geschlechtsgenossinnen gegenüber verhält sich die starke Frau dieser Tage häufig wie ein sanftes Schaf. Kritisiert Sie Ihre angeblich beste Freundin auch ständig? "Findest du diese Kombination nicht etwas zu figurbetont?" Oder andersherum: Das Outfit Ihrer Bekannten sitzt peinlich bis vulgär eng, Sie aber sagen nichts, um keine Auseinandersetzung zu provozieren. Ihre Schwiegermutter lädt sich jedes Wochenende unaufgefordert zum Essen ein, ohne ein einziges Mal zu fragen, ob Sie eigene Pläne haben? Sie stellen sich an den Herd und zaubern ein Dreigängemenü - insgeheim in der blutrünstigen Vision schwelgend, wie der alte Drachen an den Hühnerbeinen erstickt. Die faule Kollegin bittet Sie zum wiederholten Mal, ein paar Unterlagen für den Chef zu kopieren, weil sie auf ein "mega-wichtiges" Meeting muss? Sie dackeln zum Kopierer und fragen sich, ob Sie für diese Handlangerarbeiten Ihren Doktortitel haben erwerben müssen - und ob hierzulande wirklich die meisten Morde unentdeckt bleiben. Die Nachbarin nervt Sie mit aufdringlichen Fragen zu Ihrem Herrenbesuch neulich Abend? Sie fühlen sich bemüßigt, ihr zu erklären, das sei nur ein Kollege gewesen, mit dem Sie eine Präsentation vorbereiten mussten. Warum wünschen Sie ihr eigentlich keinen guten Tag und zeigen ihr, dass sie das wahrlich nichts angeht? Ihre Eltern halten es für selbstverständlich, dass Sie immer noch alle Weihnachts- und Osterfeste bei ihnen verbringen, obwohl Sie längst eine eigene Familie haben. Jedes Jahr verwerfen Sie die eigenen Wünsche und tra
Beschreibung
Übertriebenes Harmoniestreben und ständige Anpassung an die Erwartungen anderer machen extrem unzufrieden und führen auf Dauer zum Verlust der eigenen Persönlichkeit. Doch es geht auch anders: Mit Irene Beckers Programm lernt man, eine ausgewogene Balance zwischen Harmoniebedürfnis und konstruktiver Auseinandersetzung zu finden nicht, um zur Egozentrikerin zu werden, sondern um sich selbst treu zu bleiben und ehrliche, offene Beziehungen zu pflegen. Denn wer Konfliktsituationen meistert, statt sie zu vermeiden, wird nicht nur selbstbewusster und zufriedener, sondern auch respektvoller behandelt.
Autoren-Info:
Irene Becker
Irene Becker arbeitet seit über einem Jahrzehnt selbstständig als Management-Beraterin für Großunternehmen. Sie führt regelmäßig Seminare und Coachings zum Thema durch.





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